Islamic Education in the Soviet Union and the CIS

Verantwortliche Prof. Dr. Anke von Kügelgen
Trägerschaft Seminar für Orientalistik, Bochum
Betreuung Freie Forschung
Kooperation Prof. Dr. Stefan Reichmuth (U Bochum), 
Prof. Dr. Michael Kemper ( U Amsterdam), 
Prof. Dr. Raoul Motika (U Hamburg)
Finanzierung Volkswagen Stiftung

Das internationale Forschungsprojekt Islamische Bildung in der Sowjetunion und ihren Nachfolgestaaten hatte interdisziplinäre, im weiteren Sinne gegenwartsbezogene Untersuchungen zur islamischen Bildung in der Sowjetunion und ihren Nachfolgestaaten zum Ziel. Diese Studien betrafen einen gesellschaftlich sehr relevanten Themenkomplex, der in jüngster Zeit eine beachtliche Entwicklung erlebt hat, bislang von der lokalen Forschung in der GUS aber nur zögerlich zur Kenntnis genommen und von der dortigen Politik zum Teil tabuisiert wird. Die Untersuchungen konzentrieren sich auf a) die islamische Allgemein- und Breitenbildung, wie sie insbesondere in Familien, Nachbarschaftsnetzwerken und Schulen vermittelt wird, und b) die islamische Spezialausbildung, die in staatlichen und nichtstaatlichen Seminaren und Hochschulen vermittelt wird. Zur parallelen Erforschung von sozialen Netzwerken und islamischen Diskursen wurde eine akteursbezogene Kombination philologischer und sozialwissenschaftlicher Instrumente angestrebt, wobei die Feldforschung (Informantenbefragung) neben die islamwissenschaftliche Textanalyse (von Lehrwerken, Streitschriften, Tonbandaufzeichungen u.a.) trat. Neben regionalen Schwerpunkten berücksichtigte das Forschungsprojekt in einem besonderen Masse auch überregionale (UdSSR/GUS-weite) und internationale Verbindungen und Komponenten islamischer Bildung.

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