Muslim Culture in Russia and Central Asia from the 18th to the Early 20th Centuries

Verantwortliche Prof. Dr. Anke von Kügelgen
Trägerschaft Seminar für Orientalistik, Uni Bochum
Betreuung Freie Forschung
Kooperation
Prof. Dr. Michael Kemper (U Bochum, U Amsterdam); Prof. Dr. Alexandre Popovic (EHESS, Paris); Dr. Dmitriy Yermakov (AdW, St. Petersburg); Dr. Ashirbek Muminov (U Taschkent/ Uzbekistan); Prof. Dr. Mirkasym Usmanov (U Kasan/Russ. Föderation); Prof. Dr. Fikret Adanır (Das Historische Institut der Ruhr-Universität, Bochum) 
Finanzierung INTAS, Brüssel

Das internationale Projekt wurde am Seminar für Orientalistik der Universität Bochum begonnen und am IINOP (Universität Bern) und am Lehrstuhl für Osteuropastudien (Freie Universität Amsterdam) abgeschlossen. Es führte ForscherInnen zum Islam in Russland und Zentralasien aus der ehemaligen Sowjetunion und aus Europa auf mehreren Konferenzen und Workshops zusammen und mündete in vier Publikationen und in eine bis heute andauernde wissenschaftliche Vernetzung und Kooperation. Seit der Auflösung der Sowjetunion ist das Bedürfnis nach islamwissenschaftlichen Studien und umfassender Aufarbei¬tung der unmittelbaren Vergangenheit stark gewachsen. Die Bedingungen für solche Untersu¬chungen haben sich mit dem Wegfall alter Stereotypen und Tabus erheblich verbessert. Zudem ist auch der Zugang zu den Bibliotheken und Archiven für Forscher aus Ost und West wesentlich erleichtert worden. Allerdings gab und gibt es auch Hindernisse. Der in der gesamten ehemaligen Sowjet¬union zu beobachtende Regionalisierungs- und Nationalisierungsprozess führt zur Konstruktion neuer Nationalgeschichten, die oft mit einem Ethno¬zentrismus in Geschichts-, Literatur- und Sprachwissenschaft verbunden sind. Dadurch sind auch für Wissenschaftler neue Grenzen entstanden und wurden alte Ressentiments wiederbelebt. Mit unserem breit gefächerter kultur-geschichtlichen Ansatz haben wir versucht, dazu eine Alternative zu bieten.

Publikationen: