Zwischen Bindung und Abnabelung: Das „Mutterland“ in der Presse der Dobrudscha und der türkischen Zyprioten in postosmanischer Zeit

Verantwortlicher PD Dr. Hüseyin Aguiçenoglu
Trägerschaft Institut für Islamwissenschaft und Neuere Orientalische Phililogie
Betreuung
Finanzierung Kantonale Mittel

Das Ziel dieses Habilitationsprojektes war die Untersuchung der Entstehung und Entwicklung des osmanisch-türkischen Journalismus auf Zypern und in der Dobrudscha vor dem Hintergrund der Interaktionen dieser Regionen mit dem osmanisch-türkischen Zentrum. Von Bedeutung ist hier in erster Linie die Rekonstruktion und Hinterfragung des in der Presse beider osmanisch-türkischer Gemeinschaften gepflegten Stereotyps des „Mutterlandes“. Dabei verdienen die Wegen und Formen der Interaktion zwischen diesen beiden postosmanischen Peripherien und dem osmanisch-türkischen „Mutterland“ eine besondere Aufmerksamkeit. Im Vordergrund stand herauszufinden, welche Mechanismen dazu beitrugen, dass das Zentrum-Peripherie-Verhältnis trotz radikaler gesellschaftlicher Umbrüche in beiden Regionen immer wieder reproduziert und somit über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten werden konnte.