Dr. Matthias Graf

Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Hauptverantwortlicher für den Arabischunterricht BA/MA, Studienberatung BA

Téléphone
+41 31 631 8697
E-Mail
matthias.graf@islam.unibe.ch
Bureau
S 118
Adresse postale
Universität Bern
Institut für Islamwissenschaft und Neuere Orientalische Philologie
Lerchenweg 36 / PF999
CH-3000 Bern 9
Heures de consultation
Dienstag 10 – 12 Uhr oder nach Vereinbarung per Email.
  • Geboren 1977 in der Stadt Luzern.
  • Studium der Islamwissenschaft und der Neueren Orientalischen Philologie sowie der Anglistik an der Universität Bern, inkl. zahlreicher ausgedehnter Forschungsaufenthalte in Kairo, Ägypten und Glasgow, Schottland.
  • Lizenziat 2006.
  • Promotion zum Dr. phil. an der Universität Bern 2011.
  • Von 2006 bis 2014 Sprachassistent für Arabisch am Institut für Islamwissenschaft der Universität Bern.
  • Von 2008 bis 2014 Lehrauftrag für Arabisch auf der Grund-, Mittel- und Oberstufe am Institut für Sprachwissenschaft der Universität Bern.
  • 2014 Ernennung zum wissenschaftlichen Mitarbeiter am Institut für Islamwissenschaft der Universität Bern (in der Funktion als Hauptverantwortlicher für den Arabischunterricht im BA und MA).
  • Nebst der akademischen Laufbahn intensive musikalische Ausbildung in Klavier und Virginal (Beata Affolter, Luzern, Regula Buser, Luzern), Gitarre (Alyas Lopez, Bern), Gesang (Veronika Zimmermann, Luzern), Oud (Mahmoud Turkmani, Bern) und Tabla/Darabukka (Nabil al-Mi’addawi; Kairo).
  • Seit FS2014 Studium am C.G. Jung-Institut Zürich, Ausbildung zum Psychoanalytiker.
  • Arabische Musik (insbesondere ägyptische und libanesische „Volks“- und Unterhaltungsmusik);
  • Arabische Dialekte (Schwerpunkt: nordägyptische Dialekte);
  • Unterricht des Arabischen als Fremdsprache;
  • Ethnologische und religionswissenschaftliche Aspekte der Analytischen Psychologie von C.G. Jung;
  • Elisabethanische Virginalmusik;
  • Höfische Musik der Tudor-Zeit.

Mazzīkā! Eine arabistisch-ethnomusikologische Exkursion in die Text- und Klangwelten der Popmusik Ägyptens und des Libanon von ihren Anfängen bis heute

Abgeschlossen 2010

Trägerschaft: Institut für Islamwissenschaft und Neuere Orientalische Philologie

Verantwortliche Betreuung: Prof. Dr. Anke von Kügelgen

Finanziert durch kantonale Mittel

Zusammenfassung

Es ist eine Tatsache, dass die ägyptische und die libanesische Popmusik heute diejenigen musikalischen Erzeugnisse darstellen, welche die grossen Musikkonzerne der arabischen Welt (man denke etwa an die saudische Rotana-Gesellschaft) hauptsächlich vermarkten. So sind die Musiken dieser Länder denn auch omnipräsent, sei es nun am Radio, im Fernsehen oder im Internet.
Nichts desto trotz ist diese Art der Musik bis heute kaum erforscht, ganz im Gegensatz zur arabischen Kunst- und „Volks“musik sowie den verschiedenen Arten von Unterhaltungsmusik, welche der Popmusik vorangingen.
Diesem Umstand versucht das obengenannte Dissertationsvorhaben insofern Rechnung zu tragen, als es die wichtigsten Aspekte hinsichtlich der Popmusik beider Länder beleuchtet. Gegenstand der Diskussion sind unter anderem Begriffe und Definitionen von Popmusik im „westlichen“ als auch im „arabischen“ Kulturraum, die Musiktraditionen, aus welchen die Popmusik grösstenteils schöpft, der Versuch einer Einbettung der Popmusik in soziale, politische und historische Gegebenheiten sowie verschiedene Vermarktungsstrategien. Der eigentliche Hauptteil der Dissertation betrachtet zum einen die „musikalischen“ Aspekte der Popmusik, d.h. die verwendeten Instrumente, Tonarten, Rhythmen etc., sowie zum anderen die „sozialen“ Elemente, sprich die Liedtexte hinsichtlich ihrer Themen, Metaphorik, Redewendungen, Sprichwörter und Sprachstil. Des Weiteren werden auch die Videoclips behandelt, da sie heutzutage zu einem wichtigen Instrument für die Distribution der Popmusik geworden sind.
Die Dissertation wurde vom Ergon Verlag 2012 herausgegeben.